CEO-Paper
CEO-Paper No.4 - "Wir sind keine Golfplatzmenschen"
Ein Gespräch mit dem Leiter des Gottlieb-Duttweiler-Institutes, Dr. David Bosshart
Sind Mittelständler zu egoistisch? Sind sie alten Denkmustern verhaftet? Neue Technologien öffnen heutzutage völlig neue Szenarien für Wissensgenerierung und Erfolg. Globale Netzwerke ersetzen klassische starke Kundenbeziehungen. Nur wer kooperiert, gewinnt. das zumindest meint Dr. David Bosshart, leietr des Gottlieb-Duttweiler-Institutes in Zürich, einem der weltweit führenden Institute für Zukunfstforschung, das sich intensiv mit Fragen der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklung befasst. Mit ihm sprachen wir über die Zukunftsperspektiven für den Mittelstand, den Sinn der Arbeit und die deutsche Politik.
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http://issuu.com/presserat/docs/aa_issuu_ceo_paper4_bosshart_14052010
„Firmen-Flüsterer“ setzen sich durch
Über die Rolle des Beirats in mittelständischen Unternehmen: Corporate Governance wird immer wichtiger
Die überwätigende Mehrzahl der deutschen Unternehmen befindet sich im Besitz eines privaten Unternehmers oder einer Unternehmerfamilie. Für diese mittelständischen Firmen sind Überlegungen zur Aufsicht und Kontrolle ihres Unternehmens sowie zur Corporate Governance nicht weniger bedeutsam als für die großen Aktiengesellschaften.
Auch in mittelständischen Firmen trägt eine Verbesserung der Aufsichtsstrukturen durch einen Beirat entscheidend zu deren Zukunftssicherung bei, auch wenn sein Einfluss und seine Entscheidungskompetenz häufig im Rahmen vorgegebener Familieninteressen bewegen. Es herrscht inzwischen ein breiter Konsens, daß aktive und professionelle aber auch unabhängige Aufsicht von Vorteil ist. Richtige Gestaltung vorausgesetzt ist dies eine hervorragende Möglichkeit, schnell und effektiv unabhängiges Fachwissen im Unternehmen zu installieren.
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„Nur noch Berge von Visitenkarten“
Warum so viele klassische Netzwerke sich als Enttäuschung erweisen
Wenn Netzwerke zum modernen Management gehören und mehr sein wollen als reine Kontaktpflege, müssen sie auch strengere Maßstäbe für sich gelten lassen. Dass es modern ist, sich als „bekennende Netzwerker“ zu bezeichnen, ist noch kein Beweis dafür, dass Netzwerke wirklich unternehmerischen Mehrwert schaffen. Spricht man mit Top-Managern, zeigt sich ein durchaus diffuses Bild. Zwar verzeichnen Netzwerke, online und offline, immer neue Mitgliederrekorde, schaffen aber schnell auch einen hohen Frustrationslevel:
Schon bald steht man vor Bergen nicht nutzbarer Visitenkarten, ist der langen An- und Abfahrten zu Abendessen mit wieder einmal wildfremdenMenschen überdrüssig, schlummert bei enttäuschenden Referenten schon mal weg und erhält insgesamt nur wenige konkrete Hinweise für die eigene Problemstellung im Unternehmen.
Und von der berühmten Schwarmintelligenz in Gruppen ist man schon überhaupt Lichtjahre entfernt. Aber die Sorge der Geschäftsführer, da draußen den entscheidenden Tipp zu verpassen oder auch der gefühlten Einsamkeit auf der Chefetage zu entgehen, treiben sie doch immer wieder in die Netzwerke hinein.
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